Installationen im Gelände: Ideen zum Nachbau

Um den Klimawandel zu bremsen, versuchen viele Institutionen Menschen über die Klimawandel zu informieren und sie anzuregen, klimaschonende Verhaltensweisen in ihrem Alltag zu integrieren. Meist findet Bildung für Klimaschutz in Schulen, Ausstellungen oder Umweltbildungszentren statt. Dagegen sind Installationen draußen in der Natur seltener zu finden. Hier gibt es noch viel Nachholbedarf.


Innovative Klimaschutz-Installationen der 16BildungszentrenKlimaschutz

Eine der Aufgaben eines jeden der 16BildungszentrenKlimaschutz besteht daher darin, unter Verwendung der Preisgelder im Projekt „Bildung Klima-plus“ eine innovative Klimaschutz-Installation zu errichten. Diese sollen die Besucher und Besucherinnen für den Klimawandel sensibilisieren und zu mehr Klimaschutz auffordern.

Die folgenden Klimaschutz-Installationen wurden bereits errichtet, feierlich eröffnet und können von Ihnen besucht werden:


Beispiele außerhalb des Netzwerks

Neben den Klimainstallationen dieses Projektes, gibt es auch noch eine Vielzahl weiterer Vorbilder und Ideen. Viele Praxisbeispiele für Klimabildung wurden bereits im Vorfeld des Projektes identifiziert. Im Folgenden werden einige ausgewählte Beispiele aufgelistet. Die ausführliche Übersicht von best-practice-Beispielen finden Sie hier.

Ausgewählte Beispiele:

Weitere Ideen im Handbuch “Klimabildung in der Natur. Installationen, Spiele und Unterrichtseinheiten zum Klimaschutz




Innovative Klimaschutz-Installationen der 16BildungszentrenKlimaschutz


Wie groß sind meine Füße - wie groß sind Deine Füße?
(Ökostation Freiburg - Baden-Würtemberg)

Mit Hilfe der gesamten Gartengruppe der Ökostation wurde das Kunstobjekt "Wie groß sind meine Füße - wie groß sind Deine Füße?" am Eingangsbereich der Ökostation installiert. Vier bemooste Fußabdrücke in unterschiedlicher Größe wurden dafür an einem Hang vor der Ökostation aufgestellt. Für Passanten die in den Seepark kommen fallen diese Füße direkt ins Auge. "Welche Spuren hinterlässt du?" Diese Frage steht auf einem Schild nahebei. Mit diesem Denkansatz geht der Besucher in den Park und zur Ökostation. Die vier nacheinander kleiner werdenden Füße symbolisieren den ökologischen Fußabdruck des Betrachters und regen die Gäste an über Themen wie Ernährung, Mobilität, Wohnen und Konsum nachzudenken. Die Metallfüße haben einen ca. 10 cm. hohen Rand und sind im inneren mit alten Tondachziegeln ausgelegt, auf denen eine Moosschicht aufgebracht wurde. Warum Moos?Moos ist ein herausragendes Beispiel der Stadtbegrünung. Ob und wie sich Städte auf die Klimaveränderung einstellen können, hängt stark mit der Gestaltung der städtischen Oberflächen zusammen. Es wird unter anderem für mehr Begrünung und weniger Versiegelung durch Teer und Platten geworben. Auch die Begrünung von Fassaden und Dächern bietet viele Möglichkeiten. Moos stellt dabei durch seine Wasseraufnahmefähigkeit eine besondere Chance dar. Je nach Art kann Moos das 20-fache seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen. Weiterhin wirkt Moos, wie auch jede andere Fassaden- und Dachbegrünung dämmend. Es kühlt Wände um 4-5° C herunter und ist somit eine Bioklimaanlage gegen sommerliche Hitzestaus. Auch zum Lärmschutz trägt Moos auf großen Flächen bei. Eine weitere interessante Eigenschaft des Mooses ist die Aufnahme von CO2 und Stickstoffverbindungen. Auch der für das Mikroklima in Städten gesundheitsschädliche Feinstaub wird durch Moose gebunden.


Das Klima-Orakel (Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck - Bayern)

Was ist ein gutes Klima? Was bedeutet mir die Natur? Wie wollen wir unser Zusammenleben gestalten? Wie viel ist genug? Kann man Zeit und Glück kaufen? Die Antworten auf diese Fragen findet man nicht in der neuen Klimaschutz-Installation auf dem Gelände der Burg Schwaneck. Vielmehr will der philosophische Begegnungsraum inspirieren, sich mit aktuellen Themen unserer Zeit zu beschäftigen.

„Es geht darum, dass sich Menschen Zeit nehmen, mit allen Sinnen nachzuspüren, um wesentliche Fragen zu existentiellen Themen zu stellen. Statt Vermitteln von Wissen oder Geben von Antworten wollen wir mit Fragen rund um Natur, Klima, Zukunft sowie Nachhaltigkeit zum Wahrnehmen, Staunen, Philosophieren und Handeln ermutigen“, erklärt die Bildungsreferentin Anke Schlehufer. „Wir leben in einer Zeit des Wandels, wo jeder gefragt ist, die Transformation der Gesellschaft mitzugestalten. Was bedeutet Menschsein? Welche Werte verbinden uns alle? Welche Verantwortung haben wir alle und was können wir tun, damit es ‚genug für alle für immer‘ gibt und unser wundervoller Planet Erde mit Menschen schöner wird als ohne Menschen?“

Angelegt wurde der „Philosophischer Begegnungsraum“ linker Hand des Burg-Ensembles, Anordnung und Aufbau der Gesamtgestaltung des Platzes folgen gewissermaßen einer Dramaturgie. „Ein Wandelweg führt den Besucher von einer Infostele über die Sinnesstele (Wahrnehmung mit allen Sinnen) zum ‚interaktiven Raum‘, an dem ein Sitzkreis zum Austausch einlädt“, erklärt Monika Stoll, die sich für das künstlerische Konzept und die Umsetzung verantwortlich zeichnet. Für die Bildungsreferentin der Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim und ihr Team war wichtig, „einen öffentlichen Raum zu schaffen, der mit allen Sinnen erfahrbar ist und der inspiriert. Dabei legten wir Wert auf eine künstlerisch-ästhetische Gestaltung. Die Objekte bilden einerseits einen starken Kontrast, andererseits fügen sie sich skulptural in das natürliche Umfeld, greifen organische Strukturen auf.“

Angeregt wird der Diskurs durch zwei „Philosophische Räder“, mit Fragen rund um den ökologischen Fußabdruck und den „Handprint“ für eine klimafreundliche Zukunft. Diese ergeben beim Drehen zufällige Fragenpaarungen. Wie bei einem „Klima-Orakel“ ergeben sich immer wieder neue Kombinationen aus den Schäden, die wir durch die CO2-Emissionen unserer verschwenderischen Lebensstile anrichten und den neuen Chancen auf CO2-Minderungen, die ein achtsameres und engagiertes Handeln für Klimaschutz bewirken werden. Der philosophische Begegnungsraum ist den Gästen des Bildungszentrums Burg Schwaneck ab sofort zugänglich.


Watt is‘ mit dem Klima? (Ökowerk Berlin)

Alle Tiere und Pflanzen, egal ob sie essen, schlafen, sich fortbewegen oder vermehren, ob sie wachsen oder eine Unterkunft bauen, erbringen eine Leistung, welche in Watt gemessen wird. Die notwendige Energie nehmen sie mit der Nahrung auf. Wir Menschen dagegen verbrennen Öl, Gas oder Holz und beeinflussen durch das dabei ausgestoßene Kohlendioxid (CO2) das Klima. Die Installation „Watt is‘ mit dem Klima“ thematisiert diese Problematik und propagiert gleichzeitig die Nutzung von Sonnenenergie als alternative, CO2-neutrale und erneuerbare Energiequelle.

Die Installation befindet sich am „Froschparadies“ – einem stehenden Gewässer ohne natürlichem Zu- oder Abfluss. Eine Umwälzung des Wassers wird durch eine Pumpe gewährleistet, welche eine Fontäne speist. Auf diese Weise wird der Teich mit Sauerstoff versorgt. Die neue Klima-Installation setzt an diesem Punkt an. Ein über dem Teich schwebendes Solarpaneel versorgt die Pumpe mit Strom. Dieses kann von Gästen des Ökowerks über Zugseile in Teamarbeit bedient werden, um so die Ausrichtung zu optimieren. Eine Anzeigetafel veranschaulicht die Leistung der Sonne und gibt Auskunft über die geförderte Wassermenge. Die Installation kann zu den üblichen Öffnungszeiten angeschaut und ausprobiert werden.

Haben Sie Fragen zu der Installation oder wollen Sie sie gerne nachbauen? Dann wenden Sie sich an das Ökowerk Berlin e.V. (unter 030-3000050 oder info@oekowerk.de)

nach oben


Uckermärker Solardusche
(NABU Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle - Brandenburg)


In Zusammenarbeit mit der lokalen Firma AkoTec entwickelte das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle die erste Uckermärkische Solardusche. Neben einem Solarkocher und einer Fahrrad betriebenen Handyaufladestation verfügen sie mit dieser Installation über eine weitere Klimaschutzinnovation. Weitere Neuerungen sollen in Zukunft hinzukommen.

Die Solardusche soll unter anderem dem örtlichen Tourismus zugutekommen. Insbesondere Rad fahrende Gäste, die oft nur kurz und in einfachen Quartieren (z.B. Schäferwagen) übernachten, werden von der Solardusche profitieren. Aber auch Schulklassen und Jugendgruppen im Zeltlager können sich am sonnenerwärmten Wasser erfreuen. Zusätzlich ist die Solardusche bei Besucherführungen durch das Gelände sowie bei Großveranstaltungen ein Hingucker und dient dadurch als Impulsgeber und Gesprächsaufhänger zum Einstieg in die Klimabildungsarbeit.

Aufgestellt in der Sonne, kann sich das Wasser bereits in wenigen Stunden bis auf 60°C aufheizen. Die Solardusche ist preiswert, mobil und relativ einfach zu bauen. Durch die angebrachte Beschilderung wird es Interessenten ermöglicht, sich mit der Funktionsweise und dem klimarelevanten Zweck der Solarenergie im Allgemeinen und der Solardusche im Spezifischen zu beschäftigen. Auch sollen durch die Abbildung der Bauweise Privatpersonen und andere Bildungszentren angeregt werden, eine Solardusche nachzubauen.

Bei Fragen zur Installation oder den Bauplänen, wenden Sie sich bitte an das NABU Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle.

nach oben


Die DösBuddel – eine Installation zu Plastikmüll (Gut Karlshöhe - Hamburg)

Mit einer litfaßsäulenartigen Gabione, gefüllt mit Plastikflaschen, möchte Gut Karlshöhe auf die Problematik der Einwegverpackungen aus Kunststoff aufmerksam machen. Laut Umweltbundesamt sind in Deutschland im Jahr 2016 etwa 3,1 Tonnen Kunststoffverpackungen aller Art angefallen. Die Herstellung allein der 17 Milliarden Einweg-Plastikflaschen in Deutschland verschlingt 665.000 Tonnen Rohöl und verursacht 1,25 Millionen Tonnen CO2-Emissionen (www.duh.de).

Die Installation wurde auf dem Hof von Gut Karlshöhe direkt neben der Spielfläche errichtet, wo gerade auch an Wochenenden viele Besucher, v.a. Familien gern bei einem kleinen Picknick sitzen. Die „DösBuddel“ ist nicht zu übersehen und wer sich das Plakat anschaut, erfährt etwas über die CO2-Bilanz von Plastikflaschen sowie über die lange Verweildauer von Mikroplastik in unserer Umwelt. Mit einfachen Tipps zu Handlungsalternativen werden gleich auch Ideen geliefert, wie wir das ändern können: Bring deine eigene Getränkeflasche zum Nachfüllen mit oder kaufe den Coffee ToGo nur im Mehrwegbecher.

Bei Bildungsveranstaltungen kann die „DösBuddel“ ebenfalls zum Anlass genommen werden, um z.B. auf ein „müllarmes“ Frühstück aufmerksam zu machen. Die Mehrweg-Getränkeflasche zum Nachfüllen ist längst nicht in allen Schulklassen selbstverständlich.

Passend zum Thema gibt es im Kleinhuis‘ Gartenbistro auf Gut Karlshöhe seit Januar 2018 auch keine Einwegbecher für den Coffee To Go mehr. Man kann den eigenen Becher mitbringen oder dort einen Mehrwegbecher erwerben. Für 2019 ist außerdem geplant, einen Trinkwasserbrunnen im Eingangsbereich von Gut Karlshöhe zu errichten, wo Besucher ihre mitgebrachten Getränkeflaschen mit Leitungswasser auffüllen können.

Bei Fragen zur Installation wenden Sie sich bitte an das Gut Karlshöhe.

nach oben


Neue KlimaInfoStationen für KlimaErlebnisPark: "Fake oder Fakt?" und "Gewohnheiten brechen beim Klimaschutz?!" (NaturGut Ophoven - NRW)

Der KlimaErlebnisPark auf dem Gelände des NaturGut Ophoven wurde im Rahmen des Projektes um zwei Installationen erweitert:

Die erste Erweiterung setzt sich mit der Thematik der Fake News auseinander. Der Begriff ist mittlerweile allgegenwärtig. Doch Studien zeigen, dass sehr viele Menschen große Probleme haben Fake und Fakt auseinander zu halten. Die enorme Informationsflut im Internet erschwert eine vernünftige Bewertung. Daher ist das Ziel dieser Installation, auf Fake News aufmerksam zu machen und ihre Gefahren anhand der Klimathematik zu erläutern. Denn gerade der Klimawandel bietet perfekte Ansatzpunkte für Fake News. Obwohl über 90 Prozent aller Sachverständigen den Klimawandel als Fakt ansehen, gibt es in der Bevölkerung viele Unsicherheiten. Die Installation soll hierbei, gemeinsam mit den anderen Info-Stationen, Abhilfe schaffen. Insbesondere sollen die Jugendliche und Erwachsene befähigt werden, Fake News im Unterschied zu belegbaren Fakten zu erkennen und zu demontieren. Als aktiv Teilnehmende der Netzkultur sollen sie zudem erkennen, dass auch sie Verantwortung tragen, die rasante Weiterverbreitung von Fake News zu stoppen.

Die zweite neue KlimaInfoStation legt den Fokus auf individuelle Klimaschutzmaßnahmen bzw. die Gründe, warum derartige Vorhaben selten umgesetzt werden. Das Phänomen ist bekannt – wir wissen, dass viele unserer Verhaltensweisen klimaschädlich sind. Wir sind oftmals auch gewillt etwas zu ändern, aber entweder wir legen unsere Pläne nach kurzer Zeit wieder auf Eis oder wissen schlichtweg nicht, wo wir anfangen sollen. Die Installation soll an diesem Punkt helfen. Auf spielerische Art und Weise werden Besuchende unterstützt, einen bestimmten Klimaschutz-Vorsatz zu fassen. Sie können entweder ihr Vorhaben selber aussuchen oder den Zufall entscheiden lassen und am Automaten ein KlimaLos ziehen. Als Symbol der Motivation und Bereitschaft, das Klima zu schützen und etwas zu bewegen, werden die Gäste aufgefordert, an entsprechender Stelle einen Knoten in ein Seil zu machen. Dieser gilt, ähnlich wie ein Knoten im Taschentuch, als Gedächtnisstütze. Um diese Erinnerungshilfe auch mit nach Hause zu nehmen, enthält das KlimaLos aus dem Automaten einen Aufkleber mit entsprechendem Vorsatz.

nach oben


E-Lastenrad mit Außenwirkung (Biosphären-VHS St. Ingbert – Saarland)

Für das dem PKW zugewandte St. Ingbert stellt ein Lastenfahrrad mit Elektroantrieb ein exotisches Fortbewegungsmittel dar. Der tägliche Einsatz im Innenstadtbereich durch das Team der VHS und der Kunstschule für Nachhaltigkeit BiosphärenART fördert daher die Aufmerksamkeit für eine klimaschonende Mobilität. Der Umstieg vom PKW auf das Lastenrad führt bereits zu einer großen CO2-Einsparung. Die Stadt St. Ingbert strebt darüber hinaus eine Umstellung aller öffentlicher Gebäude auf Ökostrom an. Damit könnte auch beim Laden des Akkus weitere Treibhausgase vermieden werden.

Die Hauptstrecke führt durch die belebte Fußgängerzone der Stadt. Dadurch wird die Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt und der Radverkehr unterstützt. Die Sichtbarkeit ist auch im "ruhenden Zustand" gegeben, da das Rad einen prominenten Parkplatz im Eingangsbereich der vhs-Geschäftsstelle erhält, der gleichzeitig auch der Haupteingang der Stadtbücherei ist. Die knallige Farbe „Lizzard-Green“ des Rahmens sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit. Auch die Beschilderung des Rades, die noch mit ansprechenden Klimaschutz-Slogans und Bildern bestückt wird, ist ebenfalls ein Hingucker.

Aktuell wird bei der Stadt St. Ingbert ein Klimaschutzteilkonzept Mobilität umgesetzt. Die Fahrradlobby trägt hier sehr viele Anregungen zur Verbesserung des Radnetzes an die Stadtverwaltung heran. Das Lastenrad wird daher auch längerfristig noch Symbolwirkung entfalten.

nach oben


Ökotrainer (Auwaldstation Leipzig - Sachsen)

Die Auwaldstation Leipzig präsentiert als neue Klimainstallation den „Ökotrainer“ – ein Lastenrad, welches gleichzeitig als Transportmittel, Infostand und Mitmachstation dient.

Aufgrund der regen Beteiligung der Auwaldstation bei verschiedenen regionalen Veranstaltungen, wird mit der Anschaffung des Lastenrades ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Bisher musste für den Transport des Infostandes und weiterer Materialien zu den Veranstaltungsorten stets ein privater PKW eingesetzt werden. Durch den Einsatz des Ökotrainers kann die daraus resultierende Klimabelastung reduziert werden und gleichzeitig die Anzahl der Infoveranstaltungen erhöht werden. Darüber hinaus wird das Lastenrad als Personentransportmittel genutzt, um Gäste von und zur 2 km entfernten S-Bahn Station zu bringen. Durch die eingesparten Taxifahrten wird das Klima ebenfalls entlastet.

Neben der Funktion als Transportmittel dient das Rad gleichzeitig auch als Infostand. Ein ansprechender Schriftzug weist sowohl beim Fahren als auch auf Veranstaltungen öffentlichkeitswirksam auf den Klimaschutzbeitrag des Lastenrades hin. Dadurch sollen möglichst viele Institutionen, gewerbliche Firmen und Privatpersonen zur Nachahmung animiert werden.

Des Weiteren lädt der Ökotrainer als Mitmachstation Gäste ein, selber kräftig in die Pedale zu treten. Nach kurzem Umbau wird die eigene Muskelkraft genutzt, um Strom zu erzeugen - zur Aufladung des Handys, zur Auflösung eines Quiz oder um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Das Lastenrad wird auch bei diversen Bildungsveranstaltungen genutzt, wie z.B. bei Wald-Rallyes mit Schulklassen. Hierbei wird eine Probefahrt mit dem Lastenrad als Preis für die Gewinnergruppe ausgeschrieben. Auch dadurch kann das Thema klimafreundliche Mobilität breitenwirksam platziert werden.

Bei Fragen zur Installation, wenden Sie sich bitte an die Auwaldstation Leipzig.

nach oben


Klima-Waage (Haus des Waldes - Sachsen-Anhalt)

Das Haus des Waldes hat gemeinsam mit dem Planungsbüro Ö-Konzept eine Klimawaage konstruiert. Mit dieser Klimaschutz-Installation sollen Besucher und Besucherinnen  für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden.

Das Prinzip entspricht dem einer großen Kaufmannswaage, bei dem klimaschädliches und klimafreundliches Verhalten gegeneinander abgewogen werden. Auf die Waagschalen lassen sich unterschiedliche Gewichte stellen. Flugreisen, Autofahrten oder die Nutzung von Kohlestrom gehören beispielsweise zu den klimaschädlichen Gewichten. Radfahren, das Pflanzen von Bäumen oder die Nutzung erneuerbarer Energien hingegen sind klimafreundliche Gewichte. Ein Zeiger in der Mitte weist auf die Klimafolgen des ausgewählten Verhaltens hin und veranschaulicht den resultierenden ökologischen Fußabdruck.

Die Installation soll die Folgen des persönlichen Handelns in Bezug auf Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verdeutlichen und den Betrachtenden bewusst machen, dass jede Handlung eine Folge hat. Durch eine einfache Symbolik sind die Gewichte auch für Kinder verständlich, eine genauere Fachinformation bietet die rückseitige Beschriftung.

Die Waage kann  von Kindern und Erwachsenen problemlos im Stehen bedient werden. Außerdem ist sie demontierbar, damit sie auch zu Ausstellungen in anderen Bildungseinrichtungen transportiert werden kann.

Bei Fragen zur Installation, wenden Sie sich bitte an das Haus des Waldes.

nach oben


(Wie) Kann ich meinen Urlaub in der Nationalparkregion klimafreundlich gestalten? (Multimar Wattforum Tönning - Schleswig-Holstein))

Im Multimar Wattforum in Tönning wurde im November die Installation zum Thema „(Wie) Kann ich meinen Urlaub in der Nationalparkregion klimafreundlich gestalten?“ eröffnet. Vorab wurde sich in einem außerordentlich umfangreichen Partizipationsprozess in einem großen Team auf Ziele der Installation verständigt. Zum einen wurde beschlossen, dass diese als neue Themeneinheit „Klimawandel im Wattenmeer“ in bestehende Ausstellungselemente integriert wird. Zum anderen sollen mit der Installation neue Inhalte zum Thema Klimaschutz - und zwar ganz konkret für Touristen klimafreundliche Urlaubsangebote und -möglichkeiten in der Wattenmeer-Region - vermittelt werden.

Dazu wurde bisher ein Intromodul „Leben wir auf zu großem Fuß?“ umgesetzt. Es handelt sich um eine Spiegelwand in Form eines Fußabdrucks. Diese wird ergänzt von fünf kleinen Info-Klappen, die dazu anregen, das eigene Klimaschutz-Verhalten zu hinterfragen: Wann kann ich z.B. auf das Auto verzichten? Und wie viel Konsum brauche ich wirklich? Gleichzeitig bietet das Intromodul den Auftakt für den neuen Klimapfad durch die Ausstellung. Dieser Klimapfad ist das zweite Element der Installation: In der gesamten Ausstellung des Multimar Wattforums befinden sich nun orangefarbene Fußspuren auf dem Boden, die auf Ausstellungsinhalte zum Thema Klimawandel und Klimaschutz hinweisen und diese miteinander verbinden. Ob Vogelzug, Küstenschutz oder einwandernde Arten –Klimawandel ist stets ein Thema. Für die Zukunft ist noch ein drittes Element, und zwar eine „Klimawand“ u.a. mit einem manuellem CO2-Rechner (Abakus), einem Videoclip über „Klimahelden an der Küste“ sowie ein „Klima-Memory“ geplant.

nach oben


Das Ökoparlament (DJH Weimar – Thüringen)

Die Installation “ der DJH Weimar besteht aus verschiedenen Elementen, die auf dem gesamten Areal der Jugendherberge verteilt sind. Beim Betreten des Jugendherbergsareals wird zunächst die Anreise mit Hilfe unterschiedlich schwerer Stiefel diskutiert, bevor ein Banner die Besucher auf das Thema Klimaschutz einstimmt. Das Banner kann abgenommen werden. Dadurch entsteht ein „Rahmen“ zur Inszenierung individueller Fotos oder eigener Aktions- und Gruppenbanner.

Das Kernstück bildet das „Ökoparlament“ mit dem Klima-Schutz-Plenum unter der großen Salweide. Es lädt dazu ein über unterschiedliche Positionen in der Klimadebatte zu diskutieren. Es kann innen und außen bespielt werden und wird von weiteren Elementen, wie den Klimaschutz-Inseln, ergänzt. Eine farbige Gestaltung der Hocker aus Stammholz-Scheiben spiegelt die jeweilige Fraktionszugehörigkeit wider und greift die verschiedenen Plenumslager optisch auf. Die Hocker sind nicht fest installiert, sodass sie im Ökoparlament frei bewegt werden können. Auf Upcyling-Fähnchen flattern im Baum Gedankenfetzen. Sie formen eine Art „Faktenwolke“ zum Thema Klimaschutz, die in der Debatte aufgegriffen und selbst ergänzt werden kann.

Des Weiteren befinden sich auf dem Areal der Jugendherberge verschiedene Klimaschutz-Inseln. Hier erklären Infotafeln die Bedeutung der jeweiligen Stationen für den Klimaschutz. Die Inhalte der Tafeln können auch für Quiz-Rallyes genutzt werden.

nach oben




Beispiele außerhalb des Netzwerks


Der ökologische Fußabdruck Königsdorf

Beschreibung:

Dieser Fußabdruck ist ein ganz besonderer Ökologie-Lehrpfad: ein Heckenirrgarten in Form eines riesigen menschlichen Fußes. Er befindet sich bei der Jugendsiedlung Hochland nahe Königsdorf (Oberbayern).

Der „begehbare ökologische Fußabdruck“ schafft Bewusstsein für die Problematik, gibt konkrete Handlungsimpulse zur Verbesserung der persönlichen Ökobilanz und kann so zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Gesellschaft beitragen.
Er soll ein Ort der Begegnung, der Bewusstseinsbildung und des Umdenkens sein. Das symbolische Zurechtfinden im Labyrinth und das gleichzeitige Naturerlebnis können Besuchern aller Altersgruppen auf einprägsame Weise Denkanstöße und Tipps zur Verringerung des individuellen ökologischen Fußabdrucks in verschiedenen Lebensbereichen geben.

Mit diesem Projekt hat das St-Ursula-Gymnasiums sogar den deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2017 gewonnen.

Kontakt:

E-Mail

Weitere Informationen


Ökopfad

Beschreibung:

Im Bundeszentrum der Deutschen Pfadfinderschaft Westernhohe wird der Ökopfad angeboten, ein gemeinsames Projekt der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände. Zwei Ökopfade führen über die beiden je 14 Hektar großen Zeltplätze mit insgesamt zwölf Stationen, bei denen sich alles um Nachhaltigkeit, Naturschutz, Klimawandel und erneuerbare Energien dreht. Dazu gibt es einen Rucksack mit einem GPS-Gerät, Zubehör und Anleitung, der vor Ort ausgeliehen werden kann. Ein Gruppenmitglied bekommt einen Lösungszettel mit einer Erklärung ausgehändigt, so dass im Nachhinein das Erlebte entsprechend reflektiert werden kann. Beide Ökopfade liefern spannende Informationen zu naturnahen bzw. nachhaltigen Themen auf den Zeltplätzen und sind zudem handlungs-/erlebnisorientiert. Ergänzend eignet sich die Methode sehr gut, um gruppendynamische Prozesse zu entwickeln. An einigen Stationen wird das Thema Klimabildung konkret behandelt. Die Infos können z. B. hervorragend zum Einstieg in das Thema genutzt werden.

Weitere Informationen

Kontakt:
DPSG Bundeszentrum Westernohe
Zum Weitstein 50 | 56479 Westernohe
T: 02664 5070
E: westernohe@dpsg.de
bundeszentrum.dpsg.de


Powerpark - Energie-Erlebnisparks mit Klimaparcours

Beschreibung:
Der artefact Powerpark will motivieren, die vielen Möglichkeiten für die eigene Energiewende zu entdecken und zu nutzen. Kann Wasser auch bergauf fließen? Kannst du mit der Sonne um die Wette strampeln? In Deutschlands erstem Energieerlebnispark macht Energie begreifen Spaß.

Wie der Treibhauseffekt funktioniert, kann in der neuen Sonnenkuppel erspürt werden. An 40 Stationen kommen Tüftler zwischen acht und achtzig Jahren verschiedenen Energien auf die Schliche. Für die ganze Familie gibt es viel auszuprobieren und zu entdecken, von Windmachern bis zu Stromdieben.

Stationen:

  • erneuerbare Energien

  • ökologische Baustoffe

  • Klima-Parcours: Wieviel Kohlendioxid wird im Ländervergleich durch unsere Art der Ernährung oder Mobilität freigesetzt? Ist der Treibhauseffekt noch zu stoppen? Meeresspiegelschwankungen

Power-Rallye: Für Jugendgruppen, Schulklassen und Kindergeburtstage kann auch die "Power-Rallye", ein Energiequiz, gebucht werden - oder ein ganzer Projekttag zum Bau von Solar-Karrussells oder Windrädern.

Weitere Informationen

Kontakt:

Artefact
Bremsbergallee 35 | 24960 Glücksburg
T: 04631-6116-0
E: info@artefact.de


KlimaErlebnisPark NaturGut Ophoven

Kurzbeschreibung:

Das 60.000 m2 große Gelände des NaturGuts Ophoven in Leverkusen wurde 2013 zu einem KlimaerlebnisPark weiterentwickelt.

Ziel des Klimaerlebnisparks ist es Kindern und Erwachsenen zu vermitteln, dass jeder sich klimafreundlicher im Alltag verhalten kann.

Klima-Info-Stationen zu folgenden Themen.

Klimawandel und Klimaschutz Allgemein
Klimafreundliche Mobilität
Klimafreundlicher Konsum
Klimaschutz durch Recycling am Beispiel Papier
Klimafreundliche Ernährung
Klimafreundliches Wohnen
Regenerative Energien


Naturtafeln,
die zeigen, wie sich die Natur durch den Klimawandel verändert, z.B. „Letzter Aufruf für den Gelbspötter“

EnergieGarten, ein Garten der Nachwachsenden Rohstoffe

Klima-Erlebnisfelder zu Regenerativen Energien:

  • Laufsteg der Erneuerbaren Energien
  • Erlebnisfeld Sonne
  • Erlebnisfeld Wind
  • Erlebnisfeld Wasser
  • Erlebnisfeld Erde

Durch QR-Codes auf den meisten Installationen erhalten die Besucher viele Zusatzinformationen.

Weitere Informationen

Handbuch "Klimabildung in der Natur" im Shop erhältlich
Das Handbuch bietet Anregungen zum Nachbau von Klimabildungs-Installationen und vielfältige Ideen, um das Themas „Klimaschutz” auch im Gelände erlebbar zu machen. Es werden zudem Spielaktionen und Unterrichtseinheiten vorgestellt.

Kontakt:
Förderverein NaturGut Ophoven
Talstr. 4| 51379 Leverkusen
T: 02171/73499-0
E: zentrum@naturgut-ophoven.de

nach oben