Vorbild sein beim Klimaschutz!

Von klimafreundlichen Verbrauchsmaterialien bis zur klimaneutralen Zertifizierung

 

Neben der Intensivierung von klimabezogenen Bildungsaktivitäten mit den verschiedenen Zielgruppen, können außerschulische Lernorte selber darauf achten so wenig klimaschädliche Gase zu emittieren. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zum Beispiel:

  • Nutzung klimafreundlicher Verbrauchsmaterialien
  • Anschaffung einer klimafreundlichen Büroeinrichtung
  • Bestellung von klimafreundlichen Merchandisingprodukten
  • Verbrauch von Biolebensmitteln im Bistro, Café oder in der Mitarbeiterküche

Verschiedene Hintergrundinformationen und Handreichungen werden an dieser Stelle zur Verfügung gestellt und laufend ergänzt. 


Zertifizierung klimaneutrale Einrichtung

Neben diesen Möglichkeiten, gibt es die Möglichkeit die unvermeidbaren CO2 -Emissionen durch Ausgleichszahlungen kompensieren. Die Glaubwürdigkeit der Klimaschutzarbeit der Einrichtung wird gesteigert und damit die Einrichtung zu einem Vorbild für andere.

Den Leitfaden zur klimaneutralen Zertifizierung von Organisationen, Vereinen und Unternehmen können Sie hier herunterladen oder ansehen: PDF


So geht es - energieeffiziente Beleuchtung!

Die Glühbirne war gestern und bald sind auch die Halogenlampe und die Leuchtstoffröhre Geschichte. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen alle Wirtschaftszweige in Deutschland, Industrie und Gewerbe, Verkehr und Haushalte Energie und damit CO2 einsparen. Denn der größte Teil unseres Stroms wird nach wie vor von Kohlekraftwerken hergestellt. Die Beleuchtung hat einen Anteil von etwa 10 Prozent am gesamten Stromverbrauch der deutschen Haushalte, insgesamt 14 Terawattstunden oder 14 Milliarden Kilowattstunden. Eine bessere Energieeffizienz bei der Beleuchtung bringt einen deutlichen Einspareffekt und trägt so zum Klimaschutz bei. 


Welche Beleuchtung ist energieeffizient? Einrichtungen sollten stromsparende sowie qualitative hochwertige LEDs und Energiesparlampen verwenden.
Ein Nachteil von Energiesparlampen ist das enthaltene Quecksilber, sie müssen als Sondermüll entsorgt werden. Die Ökobilanz ist dennoch positiv, da Energiesparlampen im Vergleich zur Glühbirne eine ungefähr achtmal längere Lebensdauer und einen geringeren Energieverbrauch haben.
Energiesparende Lampen wie LEDs haben zwar einen höheren Herstellungs- und Entsorgungsaufwand, können aber dafür viel effizienter Energie in Licht umwandeln. Eine 60-Watt-Glühbirne hat eine Leuchtkraft von ca. 600 Lumen. Eine LED Lampe, die 600 Lumen erzeugt, verbraucht dagegen nur 8 Watt, also weniger als ein Sechstel. Bei den LED sind in den nächsten Jahren noch große Fortschritte und Verbesserungen zu erwarten. Sie werden das Leuchtmittel der Zukunft werden.
Ab voraussichtlich 2018 wird es dann aber keine Halogenlampen mehr im Handel geben, was durch die Energie- und Geldersparnis für Verbraucher aber nicht ins Gewicht fallen dürfte.

Mehr Informationen:
https://www.verbraucherzentrale.de/einsparpotential-von-energiesparlampe-und-led
http://www.eu-info.de/europa-punkt/politikbereiche/gluehbirnen-verbot/


Klima-Checker in der Freizeitenküche

Praktische Tipps, wie die Ernährungswende in der Freizeitküche gelingen kann

Die Essensplanung:

  • Teilnehmer*innen aktiv in die Essenplanung einbeziehen – Kochteams bilden, die einen Tag lang für die Mahlzeiten zuständig sind – vom Einkaufen (am Tag vorher) bis zum Zubereiten.
  • Nur zwei Fleischgerichte in der Woche.
  • Möglichst Gemüse als Hauptbestandteil einer Mahlzeit.
  • Einmal in der Woche Fisch berücksichtigen.
  • Bewährte Rezepte („das schmeckt allen“) auswählen, aber auch mal experimentieren.
  • Täglich frisches Gemüse, Salate und Obst.
  • Vollkornbrot und -brötchen machen satter.
  • Fürs klassische Abendbrot: weniger oder keine Wurst, mehr Frischkäse und Kräuterquark und vegetarische Brotaufstriche („das schmeckt ja wie Leberwurst“).

Weitere Infos zur nachhaltigen Freizeitküche


Welche Handtrocknung ist die umweltfreundlichste?

Insgesamt haben Handtuchrollen aus Baumwolle im Vergleich zu Papierhandtüchern die geringsten Umweltauswirkungen. Die Handtuchrollen aus Baumwolle müssen natürlich in regelmäßigen Abständen gewaschen werden. Die Stoffhandtuchrollen müssen mindestens 80 mal wiederverwendbar sein. Allein hier gibt es jedoch große Unterschiede beim Energie- und Wasserverbrauch, der es nahezu unmöglich macht einen allgemein gültigen Wert festzulegen.

Inzwischen ist die CO2-Bilanz auch bei den modernen Hochgeschwindigkeitstrocknern sehr gut, weil sie nur aus einem Motor bestehen, der mit relativ wenig Strom die Hände trocknet. Zusätzlicher Ressourcenverbrauch durch Papier oder Baumwolle entfällt.

Trotz aller Versuche, ist es nicht zufriedenstellend möglich, eine wirklich zufriedenstellende Ökobilanz-Studie für alle Händetrockner-Systeme auszuarbeiten. Deshalb ist auch das Umweltbundesamt (UBA) zurückhaltend, was eine klare Rangfolge angeht.

Weitere Informationen

UBA-Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung vom System Stoffhandtuchrollen im Handtuchspender

UBA-Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung von elektrischen Händetrocknern