BildungKlima-plus

In Deutschland gibt es mehrere Tausend außerschulische Bildungszentren. 16 Einrichtungen entwickeln sich nun zu „BildungszentrenKlimaschutz”. Ziel des zweijährigen Projekts „BildungKlima-plus” ist es, die Anzahl der Bildungseinheiten zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen sowie qualitativ weiterzuentwickeln.

Gemeinsam voneinander lernen

Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Das seit über 30 Jahren aktive NaturGut Ophoven in Leverkusen übernimmt die Projektleitung.
Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden neben dem NaturGut Ophoven 15 weitere außerschulische Bildungszentren gesucht, die sich zu BildungszentrenKlimaschutz weiterentwickeln möchten. Sie werden personell und finanziell unterstützt, zum Beispiel bei der Weiterentwicklung zur klimaneutralen Einrichtung und bei der Umsetzung effektiver Bildungsmaßnahmen zur Treibhausgasminderung und Ressourcenschonung.

Zu den vielen außerschulischen Bildungszentren in Deutschland zählen beispielsweise Umweltbildungszentren, Jugendherbergen oder Waldschulheime. All diese Einrichtungen haben viele Möglichkeiten Bildung für Klimaschutz durchzuführen – sowohl auf dem Außengelände als auch im Gebäude. Zur Weiterentwicklung der Klimabildung in Deutschland wird zurzeit ein bundesweites Netzwerk aus 16 BildungszentrenKlimaschutz aufgebaut, eines pro Bundesland. Dies erfolgt institutionsübergreifend: Umweltbildungszentren tauschen sich beispielsweise mit Jugendherbergen oder Waldschulheimen über ihre Klimabildungsaktivitäten aus.
Diese 16 Zentren sind Impulsgeber und Vorbild für andere Bildungszentren. Sie wirken vor allem in den eigenen Dachverbänden und in ihrer Region. So sollen sie Anregungen für Klimabildungsaktivitäten an andere außerschulischen Lernorte weitergeben, zum Beispiel durch Fortbildungen. 


Großes Potenzial für mehr Klimabildung in Deutschland

Zu Beginn des Projekts führte das NaturGut Ophoven in der Funktion der Projektleitung eine Recherche zu Klimabildungsangeboten durch. Untersucht wurden bundesweit 392 außerschulische Bildungszentren. Das Ergebnis ist ein Bericht über das Potential der Integration von Klimaschutzelementen in außerschulische Lernorte.

Die Potenzialanalyse zeigt, dass viele Bildungszentren hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben. Klimabildung ist jedoch wichtig, um angesichts der enormen Herausforderungen des Klimawandels nötiges Wissen, die Kompetenz und auch die Motivation für Klimaschutz in der Bevölkerung aufzubauen. Auch das vorbildhafte Verhalten der eigenen Bildungseinrichtung birgt viele Potenziale, die bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Das Projekt "BildungKlima-plus" möchte außerschulische Bildungszentren dazu ermutigen, Chancen für eine systematisch betriebene Klimabildung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stärker zu nutzen.

Bericht zur Potenzialanalyse

Anhang I:  Fragebogen Internetrecherche
Anhang II: Telefonleitfaden


Laufzeit: 01.01.2017 - 31.12.2018
Förderkennzeichen: 03KF0056