Klimafreundliches Essen in Bildungseinrichtungen

Die Ziele

Du bist, was du isst! – und die Entscheidung was wir essen, hat einerseits etwas mit dem Genuss der Nahrungsmittel zu tun, wird aber andererseits durch Kommunikation und Marketing im Vorfeld stark beeinflusst. Mit einer besonderen Wort- und Bildsprache werden die Bedürfnisse von Zielgruppen angesprochen, um sie dazu zu bewegen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen.

Wie aber können derartige Methoden genutzt werden, um Gäste in Bistros und Restaurants von Bildungseinrichtungen zu motivieren, ein klimafreundliches Gericht zu bestellen?

Das neue Projektsegment von BildungKlima-plus wird sich mit dieser Frage beschäftigen. Dafür entwickeln und testen fünf Bildungseinrichtungen aus ganz Deutschland in der Zeit vom 01. April bis zum 31. Dezember 2019 mindestens drei Marketingmethoden. Die Ziele hierbei:

  • die Gäste wählen ein klimafreundliches Gericht
  • das klimafreundliche Gericht schmeckt gut
  • die Gäste sind motiviert, solche Gerichte in Zukunft häufiger in Restaurants zu wählen oder selber zuzubereiten

Der klimarelevante Kontext

Was wir essen, wo wir einkaufen und wie wir unsere Speisen zubereiten, beeinflusst maßgeblich unser Klima – nämlich mit 21% der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland. Sie entstehen auf dem Acker, bei jeder Verarbeitung und beim Transport bis in die Küche. Durch den übermäßigen Konsum und das Wegwerfen von Lebensmitteln werden zudem Ressourcen unnötig verschwendet.
 
Das Klima wiederum beeinflusst auch unser Essen und hat großen Einfluss auf unsere Lebensmittelversorgung: Ernteausfälle, zeitliche Verschiebung der Ernte und Verschlechterung der Qualität führen zu wirtschaftlichen und gesundheitlichen Nachteilen.

Durch klimafreundliche Ernährung besteht jedoch die Möglichkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren. Elemente einer klimafreundlichen Ernährung sind beispielsweise:

  • Bio-Essen
  • wenig Fleisch
  • saisonale Produkte
  • regionale Produkte.

Die Partnereinrichtungen

Die bereits im Netzwerk der 16 BildungszentrenKlimaschutz vertretenen Einrichtungen Naturerbe Zentrum Rügen (Mecklenburg-Vorpommern), NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle (Brandenburg) und NaturGut Ophoven (NRW) werden im neuen Projektsegment mitwirken. Neu dabei sind zudem das Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt (Schleswig-Holstein) sowie die Jugendherberge Lindlar (NRW).

Das NaturGut Ophoven übernimmt wieder die Projektleitung.

Weitere Kooperationen

Im Bereich nachhaltige und klimafreundliche Ernährung wird das Netzwerk von der Organisation NAHhaft und der KlimaTeller App unterstützt.

Professionellen Input im Bereich Design, Werbung und Marketing liefert die Werbeagentur „Design zum Genuss“.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Der Projektablauf

Zu Beginn der Projektphase wird eine Sammlung von gängigen Werbetheorien und interessanten Beispielen aus der aktuellen Werbung aufgebaut. Diese wird im Kreativmeeting geprüft, diskutiert und anschließend zu umsetzbaren Marketingideen für die Bewerbung von klimafreundlichem Essen weiterentwickelt. Nachdem sich die Partnereinrichtungen gemeinsam auf verschiedene Ideen festgelegt haben, werden diese ausgearbeitet und in einem nächsten Schritt mit externen Werbefachleuten diskutiert. Mindestens drei der entwickelten Aktionen und Werbemethoden werden pilothaft in den fünf Bildungszentren getestet und die Ergebnisse über die Homepage verbreitet. Weiterhin soll zur Verbreitung auch ein Webinar angeboten werden.

Außerdem sollen die Projektergebnisse  u.a. auch in den Dachverbänden der 16 BildungszentrenKlimaschutz und an weitere Bildungseinrichtungen verbreitet werden.

Haben Sie Fragen?

Ansprechpartnerin:
Andrea Wegner
Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
T: 02171 73499-46
E: andrea.wegner@naturgut-ophoven.de