Newsletter BildungKlima-plus-56 Dezember 2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte und Aktive in der Klimabildung,

seit unserem letzten Newsletter im Februar ist einige Zeit vergangen. Nun melden wir uns mit großartigen Neuigkeiten wieder: unser bundesweites Netzwerk BildungszentrenKlimaschutz darf dank eines erfolgreichen Projektantrags in den folgenden drei Jahren um weitere 56 assoziierte Zentren wachsen. Eine riesige Chance die Bildungslandschaft bundesweit in Sachen Klimabildung nach vorne zu bringen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr voller dem Klimaschutz und der Klimabildung gewidmeten Tatendrang. Erste spannende Informationen und Anregungen hierzu finden Sie in unserem Newsletter!

Haben Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Netzwerk? Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir möchten Sie dazu einladen Ihre Klimabildungsarbeit zu intensivieren. Lassen Sie sich inspirieren:

1. Neues aus den BildungszentrenKlimaschutz
2. Klimawandel und Klimaschutz: Klimaangst
3. Bildungsmaterialien zum Thema Klimagerechtigkeit und Klima-Podcast
4. Termine


1. Neues aus den BildungszentrenKlimaschutz

Bundesweites Netzwerk BildungszentrenKlimaschutz vergrößert sich
Von 2017 bis 2020 basierten unsere Berichte auf dem Ihnen allen bekannten bundesweiten Projekt BildungKlima-plus. Dieses Netzwerk bestehend aus „16 BildungszentrenKlimaschutz“ wurde gegründet, um die Anzahl der Bildungsangebote zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen und qualitativ weiterzuentwickeln und die Einrichtungen dabei zu unterstützen, Vorbild beim Klimaschutz zu werden.

2021 ermöglicht eine erneute Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) die Fortführung und Erweiterung dieses Netzwerkes. Mit dem aktuellen Projekt BildungKlima-plus-56 soll das bereits bestehende Bildungsnetzwerk für Klimaschutz um weitere 56 assoziierte BildungszentrenKlimaschutz erweitert werden. Die vier bereits festgelegten Regionalzentren (Nord, Ost, Süd und West) rekrutieren, schulen und beraten je 14 Einrichtungen auf dem Weg zum assoziierten BildungszentrumKlimaschutz. Dank dieser Erweiterung können zukünftig noch mehr Bildungsangebote und Fortbildungen zum Klimaschutz an außerschulischen Lernorten angeboten werden. So können Verbraucherinnen und Verbraucher vielfältige Möglichkeiten um ihre Treibhausgasemissionen zu senken erlernen. Dadurch soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung geleistet werden.
 
Am 29. und 30. November fand das Kick-Off Meeting zum Projekt BildungKlima-plus-56 statt. Dort konnten alle Projektmitarbeitenden sich persönlich kennenlernen und einen gemeinsamen Grundstein für die dreijährige Zusammenarbeit legen.
Nach der ersten sehr erfolgreichen Bewerbungsphase sind alle vier Regionalzentren bereits mit den ersten neuen assoziierten Bildungszentren im Gespräch. Die Vorstellung erfolgt im kommenden Newsletter.

Interesse am Netzwerk- Machen Sie mit?
Möchten Sie auch ihre Aktivitäten und Bildungsarbeit im Themenfeld Klimaschutz verstärken? Wollen Sie Teil eines motivierten und engagierten Netzwerks zum Thema Klimaschutz werden? Dann sprechen Sie uns gerne an.

Für Sie zuständig ist:
Region Nord - Bundesländer: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern
Regionalzentrum: Klimahaus Bremerhaven 8° Ost
www.klimahaus-bremerhaven.de

Ansprechpartnerin: Deborah Rosenfeld
rosenfeld@klimahaus-bremerhaven.de

Region Ost - Bundesländer: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Thüringen
Regionalzentrum: Auwaldstation Leipzig
www.auwaldstation.de

Ansprechpartnerin: Alina Rösch
alina.roesch@auwaldstation.de

Region West - Bundesländer: Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz
Regionalzentrum: NaturGut Ophoven
www.naturgut-ophoven.de

Ansprechpartnerin: Claudia Aust
claudia.aust@naturgut-ophoven.de

Region Süd - Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern
Regionalzentrum: LBV-Umweltstation Rothsee,
www.rothsee.lbv.de

Ansprechpartnerin: Alexandra Prinz
alexandra.prinz@lbv.de

Ihre Vorteile:
•    Kostenfreie Fortbildungen (Einstiegsworkshop und bilanzierender Workshop nach ca. einem Jahr) für alle Mitarbeitenden vor Ort inkl. Tagungsmaterial und -verpflegung
•    Qualitätssteigerung durch eine kontinuierliche Beratung während der Projektphase
•    Ein Starterpaket pro assoziiertem BildungszentrumKlimaschutz mit Materialien zum Thema Klimabildung
•    Steigerung der Bekanntheit durch Präsentation der Einrichtung mit dem Klimabildungsangebot auf der Projekthomepage https://16bildungszentrenklimaschutz.de und auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen
•    Austausch und Vernetzung mit den BildungszentrenKlimaschutz
•    Steigerung der Bekanntheit durch die Bewerbung ihres Klimabildungsangebotes im Newsletter

Was bringen Sie als assoziiertes BildungszentrumKlimaschutz mit?
•    Bereitschaft pädagogische Programme unter Aspekten des Klimaschutzes zu erweitern
•    Bereitschaft den CO2-Fußabdruck der Einrichtung über infrastrukturelle Veränderungen zu verringern
•    Bereitschaft zur Erarbeitung einer Installation und/oder Wanderausstellung für die Klimabildungsarbeit

Hierbei umfasst das Projektziel, dass die Einrichtung ihren CO2-Fußabdruck durch eine Kombination von zwei der oben dargestellten Punkte um min. 30% verringert.


2. Klimawandel und Klimaschutz: Klimaangst

Die oberste Motivation zur Erreichung der Klimaziele ist es uns und vor allem unseren Kindern und Nachfahren einen Planeten zu hinterlassen, auf welchem ein lebenswertes Leben möglich ist. Wie sehr die junge Generation von den noch immer viel zu verhaltenen Unternehmungen emotional belastet ist, zeigt nun eine britische Studie von Caroline Hickman und ihrem Team (Hickman et al. 2021). Es wurden 10.000 junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren aus insgesamt zehn verschiedenen Ländern – darunter Frankreich, Nigeria, Finnland, Indien und die USA – zu ihren Gefühlen angesichts des Klimawandels befragt. Diese Länder wurden ausgewählt, um unterschiedliche Kulturen, Einkommen, Klimas, Gefährdungen durch den Klimawandel und Ausmaße des Klimawandels zu repräsentieren.

Mehr als die Hälfte von ihnen sorgt sich stark ums Klima. Rund 45 % gaben an, dass ihre Sorgen bezüglich der Erderwärmung auch ihren Alltag beeinflussen würden. Besonders stark war die Klimaangst bei jungen Männern und Frauen ausgeprägt, die eher in südlichen oder ärmeren Regionen der Welt lebten sowie bei Personen, die die Auswirkungen des Klimawandels z.B. in Form von Hitzewellen, Waldbränden oder Überschwemmungen bereits besonders deutlich zu spüren bekommen hatten. Darüber hinaus blickten 77% der Befragten ängstlich in die Zukunft, und die Mehrheit fühlte sich von ihren Regierungen betrogen, weil diese in ihren Augen nicht genug unternehmen, um die Erderwärmung zu stoppen. Die Forschungsgruppe konnte auch einen Zusammenhang zwischen der Klimaangst der Befragten und der Ernsthaftigkeit, mit der die Regierungen in den Augen der Teilnehmer die Klimakrise angingen, beobachten. Je mehr sich die jungen Männer und Frauen von ihren Landesvertretern in Klimafragen im Stich gelassen fühlten, desto eher verspürten sie Sorgen und Stress. Ob beides kausal zusammenhängt, lässt sich auf Grund des Studiendesigns allerdings nicht sicher sagen (Mocker, 2021). Eine weitere Publikation dieser großangelegten internationalen Umfrage berichtet in diesem Zusammenhang, dass 40% aller befragten jungen Menschen aufgrund des Klimawandels unschlüssig sind, ob sie eigene Kinder haben möchten (Lawrance et al. 2021). Ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein Zusammenhang zwischen der mit der Klimakrise verbundenen Angst junger Menschen und ihrer persönlichen Zukunftsplanung besteht.


3. Bildungsmaterialien zum Thema Klimagerechtigkeit und Klima-Podcast

Klimagerechtigkeit
Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile überall auf der Welt zu spüren. Die Folgen der Klimakrise sind jedoch extrem unterschiedlich und häufig stellt sich heraus, dass die größten Verursacher der Klimakrise die meisten Ressourcen haben, um sich gegen die Klimakrise abzusichern. Ist das gerecht?

Dieses Bildungsmaterial beinhaltet Methoden und Material, die den Klimawandel und dessen Folgen, die Frage nach globaler Gerechtigkeit und Machtstrukturen sowie diverse Formen des Klimaaktivismus thematisieren. Anhand von Beispielen aus Bangladesch wird aufgezeigt, welche ökologischen und sozialen Folgen der Klimawandel für die Lebensgrundlage vieler Menschen schon jetzt hat, welche Strategien im Umgang mit der Klimakrise entwickelt werden und welche zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure gegen den Klimawandel ankämpfen. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden in ihrer Lebensrealität angesprochen und dabei unterstützt, ihr eigenes Handeln und gesellschaftliche Strukturen kritisch zu reflektieren und ins politische Handeln zu kommen.

Dieses Planspiel findet in einem fiktiven lateinamerikanischen Land, wo nach jahrelangem Kampf gegen Landnahme zugunsten von Ölpalmenplantagen nun ein Klimaschutzprojekt initiiert werden soll. Die verschiedenen Akteursgruppen müssen ihre Interessen klären und sich in Versammlungen beraten. Die möglichen Konflikte zwischen den Zielen Hungerbekämpfung und Klimaschutz werden hierdurch greifbar.
Das Szenario zeigt die Auswirkungen von Klimaschutzmechanismen, genauer gesagt des Emissionshandelsmechanismus CDM (Clean Development Mechanism), auf bereits schwierige Lebenswirklichkeiten einer kleinbäuerlichen Gemeinde. Vor dem eigentlichen Spiel werden die Grundlagen von Klimawandel, Klimaschutz und Emissionshandel vermittelt. Im Anschluss reflektieren die Teilnehmenden die verschiedenen Ebenen des Spielgeschehens und vertiefen den Zusammenhang von Menschenrechten und Klimaschutz.

Podcast-Reihe: Klimabildung von Klasse Klima
Warum nicht die Medienaffinität von Schüler*innen nutzen und geeignete Podcasts zur Klimabildung einsetzen?

Der Podcast beleuchtet verschiedene Themen rund um Umweltschutzpsychologie und die Vermittlung von Klimawissen in der Schule. Die Folgen behandeln unter anderem folgende Themen:  
•    Big Points im Klimaschutz vermitteln
•    Was tun bei Angst und Hoffnungslosigkeit angesichts der Klimakrise?
•    Was tun bei Falschaussagen?
•    Das „Best of“ der Schüler*innenfragen
•    Kollektives Handeln fördern
•    Individuelle vs. politische Handlungsmöglichkeiten?!
•    Diskriminierungssensibel Schulangebote gestalten


4. Termine

Hier finden Sie aus der Vielzahl an Veranstaltungen im Bereich Klimaschutz und Klimabildung eine kleine und vielseitige Auswahl mit spannenden Inhalten:

Online-Lehrkräfte-Fortbildung
„Informations- und Kommunikationstechnologie & Klimaschutz“
Termin: 18.01.2022
Ort: online
Beschreibung: Die Frage, was denn Informations- und Kommunikationstechnologie nun mit dem Klima zu tun haben und wie die Treibhausgasemissionen dabei zustande kommen, werden in dieser Online-Fortbildung ausführlich beantwortet. Gerade für Jugendliche ist der alltägliche Gebrauch mobiler Geräte, vor allem von Smartphones, elementar. Die im Rahmen des Projektes „Lifestyle@pro-Klima“ entwickelten Bildungsmaterialien möchten daher für einen umweltbewussteren Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werben und sensibilisieren.
Anmeldeschluss ist der 13. Januar 2022.
Mehr Informationen: https://www.globaleslernen.de/de/aktuelles/veranstaltungen/online-lehrkraefte-fortbildung-informations-und-kommunikationstechnologie-klimaschutz

Online Fortbildungsreihe:
„Nachhaltigkeit braucht Ziele! Wir bringen die SDGs gemeinsam in die Schule“
Termin: 15.11.21 – 07.03.22
Ort: online
Beschreibung: Die Fortbildungsreihe vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN Hessen) e.V. möchte die SDGs in die Schule bringen. In den einzelnen Fortbildungseinheiten führen die Referierenden mit einem kurzen Input in das jeweilige SDG ein. Beispiele gelingender Praxis und Vorstellung von Unterrichtsmaterialien und -ideen verdeutlichen anschließend die Umsetzung im Alltag und regen an zur gemeinsamen Diskussion und einem Austausch der eigenen Erfahrungen. Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte aller Fächer und aller Schulformen.
Mehr Informationen: https://www.epn-hessen.de/events/nachhaltigkeit-braucht-ziele-wir-bringen-die-sdgs-gemeinsam-in-die-schule/

Wir haben es satt! - Schnippeldisko
Termin: 21.01.2022, 19.30-22.00 Uhr
Ort: online via YouTube
Beschreibung: Ziel der Schnippeldisko ist es, auf die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Jedes Jahr landen weltweit etwa 30% der hergestellten Lebensmittel aus verschiedenen Gründen auf dem Müll. Teilweise schaffen es Produkte gar nicht erst vom Acker in den Supermarkt, weil sie zu klein oder zu groß geraten sind, in der Form etwas abweichen oder anderweitig aus der Norm fallen. Solche Obst und Gemüse (ca. 2,5 Tonnen) erhalten bei der Schnippeldisko die Chance, doch noch auf dem Teller zu landen und so die Wertschätzung zu erfahren, die sowohl die Produkte selbst, als auch deren Erzeuger und Erzeugerinnen verdient haben.
Mehr Informationen: https://www.slowfood.de/wirueberuns/slowfoodyouth/was-wir-tun/schnippeldisko

Wir haben es satt! - Filmwoche
Termin: Januar 2022
Ort: Naturschutzjugend im NABU, online
Beschreibung: Rund um die Demo „Wir haben es satt!“ werden fünf sehenswerte Filme zu einem Thema im Bereich Lebensmittel- und Agrarwirtschaft vorgestellt. Im Anschluss kann ausgewählt werden, welchen der Filme man gerne sehen würde oder bereits kennt und als empfehlenswert erachtet. Unter allen Teilnehmenden werden drei Filmpakete, bestehend aus den Gewinnerfilmen, Bio-Limo und Knabbereien für den nächsten eigenen Filmabend, verlost.
Mehr Informationen: https://www.naju.de/f%C3%BCr-jugendliche/wir-haben-es-satt/whes-filmwochen/

Filmreihe „Cinema for Future“ 10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?
Termin: 27.01.2022, 19:00 – 21:30
Ort: Multikulturelles Centrum Templin e.V., Prenzlauer Allee 6, 17268 Templin / Uckermark
Beschreibung: Im Jahr 2050 werden 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Woher soll die Nahrung für alle kommen? Auf der Suche nach Antworten trifft Valentin Thum Kleinbauern, Lebensmittelspekulanten und Food-Ingenieure. Nach der Filmvorschau gibt der Ernährungsrat Brandenburg Einblicke in die Zukunft der Ernährung in Brandenburg und zeigt Möglichkeiten für aktives Engagement vor der eigenen Haustür.
Mehr Informationen: https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aktuelles/termine-und-veranstaltungen/ansicht/~27-01-2022-filmreihe-cinema-for-future#


Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.


Impressum

Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Projektleitung von BildungKlima-plus
Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
Talstr. 4
51379 Leverkusen
www.naturgut-ophoven.de

Pressekontakt:
Ute Rommeswinkel
02171 73499-41
ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de  


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